Jupfi Winterhütte

Nach zwei erfolgreichen Winterhüttenwochenenden in den letzten Jahren war die Vorfreude unserer Jupfis groß, als es wieder hieß: Im Februar geht es auf die Winterhütte! Und so verbrachten 21 Jupfis (so viele wie noch nie!) und sechs Leiter wieder ein abenteuerreiches Wochenende in einer kleinen Holzhütte, der Heersberghütte des CVJM, oberhalb von Albstadt. Auf 925m Höhe wurden wir auch dieses Jahr nicht enttäuscht und es lag noch Schnee.

Am Freitagabend erwartete uns nach dem Fußmarsch zur Hütte ein warmer Tschai zum Aufwärmen und das leckere Abendessen. Winterhütte Deluxe – so hieß das Motto der diesjährigen Winterhütte. Die Lieblingsspiele der Jupfis wurden von uns Leitern überarbeitet und wurden zu neuen, deluxen Spielvarianten ausgebaut.

Am ersten Abend startete bereits das erste Spiel – das Mörderspiel Deluxe. Jeder bekam eine andere Person und ein Wort, einen Gegenstand oder eine Aktion zugeteilt. Um den anderen “umzubringen”, musste der Mörder es beispielsweise schaffen, dass sein Opfer die auf einen Zettel geschriebene Aktion ausführt. Matze musste beispielsweise Chiara dazu bringen einen Weberknoten zu machen – und er hatte Erfolg! Das Mörderspiel ging über das gesamte Wochenende und sorgte immer wieder für lustige Momente, als aus dem Nichts heraus plötzlich jemand gestorben ist und auf unserem Plakat-Friedhof landete. Den Freitagabend beendeten wir mit einer jupfi-typischen Singrunde und gingen anschließend alle ins Bett.

Der Samstagmorgen begann für einige schon sehr früh. Vor allem wir Leiter merkten: Jupfis können nicht lange schlafen und müssen sich auspowern! So ging es nach dem Frühstück auch direkt mit unserem nächsten deluxen Spiel weiter. Flagge Deluxe – ein Klassiker und vermutlich das Lieblingsspiel aus der Truppstunde!

Bei diesem Spiel befanden wir uns auf einem großen Gelände. Drei Gruppen traten gegeneinander an. Die Aufgabe der Gruppe war es, die Flaggen der gegnerischen Teams zu klauen und in ihr eigenes Heimatlager zu bringen und die Flagge möglichst lange im Heimatlager zu behalten. Auf dem gesamten Gelände konnten sie von ihren Gegnern gefangen und getötet werden. Um wieder mitspielen zu dürfen, benötigten sie ein neues Leben. Dieses wurde durch ein Lebensbändchen symbolisiert und musste sich erst einmal erspielt werden.

Gewonnen hatte zum Schluss die Gruppe, die am längsten die eigene Flagge beschützt und eine Flagge eines gegnerischen Teams in ihrem Heimatlager hatte. Einen Haken hatte aber die ganze Sache noch: zu Beginn gab es in jedem Team einen anonymen Saboteur eines gegnerischen Teams, der versuchte heimlich gegen seine Teammitglieder zu arbeiten. Schnell wurden die Saboteure aber entlarvt. Bis zum Schluss blieb es sehr spannend, wer denn nun gewonnen hatte!

Nach dem Spiel waren alle froh über eine Stärkung beim Mittagessen. Danach ging es gemütlich mit einer Runde Werwolf Deluxe weiter. Zusätzlich zu den normalen Werwolf-Regeln gab es Aktionskarten, die von jedem Spieler eingelöst werden konnten und dem Spiel noch die ein oder andere spannende Wendung brachten. So bekam zum Beispiel die Hexe einen zusätzlichen Trank zum Töten oder es gab ein weiteres Spickelmädchen, das versuchte die Werwölfe zu entlarven. Linus und Max führten uns souverän durch das Spiel und behielten den Überblick bei all dem Chaos.

Danach gab es für die Jupfis freie Zeit, die alle gemeinsam draußen im Schnee genossen und sich dabei Schneeballschlachten lieferten. Da wir doch eine recht bunt gemischte Gruppe sind, gab es nach dem Abendessen eine Austauschrunde mit Wünschen für den besseren Umgang untereinander. Auch den Samstag ließen wir mit einer gemütlichen Singrunde ausklingen.

Am Sonntag hieß es nach dem Frühstück dann leider schon: Packen und die Hütte sauber verlassen. Denn es heißt so schön: „Ein Pfadfindern hinterlässt nur zwei Dinge an einem (Lager-)Platz: Nichts und den Dank an den Besitzer.“ (Robert Baden-Powell). Mit gepacktem Rucksack und Proviant für das Mittagessen ging es über weite Schneefelder nach Albstadt-Lautlingen zum Bahnhof, von wo aus wir mit dem Zug zurück nach Reutlingen fuhren. Damit ging ein schönes Wochenende zu Ende.

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